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ortoloco, die regionale Gartenkooperative, in Gründung
Das am zweiten Neustart-Treffen im letzten Herbst vorgestellte, aus den Montagswerkstätten hervorgegangene Projekt steht jetzt vor der Gründung: ortoloco wird als Genossenschaft organisiert sein, welche Landwirtschaftsland im Limmattal pachtet und wird zusammen mit erfahrenen GemüsegärtnerInnen anbauen. Die Produkte werden dann zum Selbstkostenpreis an die Mitglieder ausgeliefert.
Eine weiteres Modell der regionalen Vetragslandwirtschaft. Mehr auf der Website.
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Kritik auf Schattenblick
In der elektronischen Zeitschrift "Schattenblick" ist am 12. Januar eine Rezension zu "Neustart Schweiz" erschienen (hier im Volltext nachzulesen). Darin wird unter anderem kritisiert, dass der menschliche Fokus fehlt und dass das System an und für sich nicht angetastet werden soll.
Es freut mich sehr, dass meine Vorschläge in Neustart Schweiz eine gute Chance zur Realisierung haben - dann wäre nämlich der Kapitalismus sofort weg. Ein globaler Haushalt, wie ich ihn vorschlage, funktioniert zur Hauptsache nur jenseits des Wertgesetzes, wie ich es auch in meinem Artikel in Turbulence 5 nochmals betont habe. Allerdings habe ich in Neustart Schweiz versucht das übliche linke Insider-Vokabular zu vermeiden, um eben an Leute zu gelangen, die wir sonst nicht erreichen.
Zugegeben: das tönt alles sehr harmlos, ist es aber nicht. Wenn demokratisch bestimmte allgemeine Dienstleistungen (vielleicht würde man das in einem andern Jargon Commons oder Kommunismus nennen) zusammen mit Subsistenz (siehe Maria Mies, Vandana Shiva usw.) das Leben bestimmen, dann gibt es keinen Platz mehr für die Profitlogik. Meine Nachbarschaften sind keine blossen Verwaltungseinheiten, sondern lebendige Gemeinschaften, die durch direkte Beziehungen die Lebensmittelversorgung und noch einiges mehr organisieren - aber natürlich nicht alles.
Der Hinweis auf den "Menschen" ist verständlich, aber nicht sehr hilfreich. Das könnte ja auch bedeuten, dass man mit gesellschaftlichen Vorschlägen warten muss, bis es bessere Menschen gibt. Ich glaube (aus eigenen Erfahrungen), dass auch heutige Menschen sich in grösseren Wohnkomplexen ganz gut vertragen können, wenn man ihre Intimsphäre respektiert, klare Verträge schliesst, eine transparente Entscheidungsstruktur hat. Auch EgoistInnen haben schliesslich mittel- bis langfristige Interessen. Ich wohne seit zehn Jahren mit 250 Leuten in einem sehr dicht gebauten Gebäude, und wir vertragen uns immer noch gut. Es gibt immer wieder Konflikte, es ist nicht das Paradies, aber es ist möglich.
Im Unterschied zu meinen älteren Texten, denen es inhaltlich nicht widerspricht, ist der Zweck von Nestart Schweiz nicht eine innere Verständigung in der grün-linken Szene, sondern ein Versuch ein simples Reformprojekt zu formulieren, das ab jetzt, unter den jetzigen Umständen, angegangen werden kann. Das Büchlein richtet sich durchaus an PolitikerInnen, vor allem aus dem links-grünen Spektrum, aber auch an bürgerliche. In Einzelfällen konnte ich schon konstruktive Reaktionen feststellen.
Politik machen, heisst Kompromisse abschliessen, handeln, anbieten und verlangen - das geht nicht ohne ein paar unbefriedigende Zwischenschritte. (Dass es zum Beispiel militärischen Schutz für Hilfsprojekte im Süden braucht.)
Wir müssen dringend aus dem revolutionären Quietismus herauskommen, bei dem man nur perfekte Texte für eine perfekte, ferne Zukunft produziert und die Gegenwart jenen überlässt, die die Kleinarbeit machen.
Eine leicht aktualisierte Version der Büchleins wird demnächst erscheinen - aber man erwarte kein absolut wirkungsloses revolutionäres Manifest.
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Die Wirtschaftsgemeinschaft als eine Form der MikroAgro-Verbindung
Der Kattendorfer Hof, eine Betriebsgemeinschaft ganz im Norden Deutschlands, bietet nicht nur Kuhaktien an, sondern man kann mit einem monatlichen Beitrag auch Mitglied der Wirtschaftsgemeinschaft werden. Damit haben die Bauern eine gewisse Abnahmegarantie und die Konsumenten partizipieren auch am unternehmerischen Risiko der landwirtschaftlichen Produktion, welche von vielen natürlichen Faktoren beeinflusst werden kann.
Der Unterschied zu einem Gemüseabo ist, dass man mit dem monatlichen Beitrag Zugang zu zwei Hofläden erhält und von dort kostenlos von allem und soviel man will, mitnehmen kann. Ein Modell fur Mutige, aber welches beim Kattendorfer Hof funktioniert und eine wichtige Stütze bildet, wie im detaillierten Beschrieb (PDF) ausgeführt wird.
(via Konsumpf)
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Was bedeutet Peak Oil?
Norbert Rost, Betreiber der Plattform Regionales Wirtschaften, hat einen sachlichen und unaufgeregten Videovortrag zur Situation der möglichen Erdöl-Förderungsspitze - auch bekannt als Peak Oil - zusammengestellt:
"Peak Oil wird unsere Art zu Wirtschaften und zu leben massiv verändern. Der Vortrag umreisst die Zusammenhänge, ohne Vorschläge für Lösungsansätze aufzuzeigen. Lösungsansätze werden in den am Ende des Vortrags genannten Initiativen diskutiert, die vor allem auf lokaler Ebene agieren und die diesen Vortrag unterstützen."
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It’s all about potatoes and computers (part 1)
In the early eighties, Swiss author p.m. – the most common initials in the Zurich telephone directory – published Bolo’Bolo, ‘a field guide to organising utopias’, in the words of one reviewer. ‘Replete with maps, drawings, a new lexicon and universally recognised symbols, and “a planetary menu for subversion”, the text could be considered a political nerd’s version of one of Tolkien’s fantasies, but its references to real events and reflexive tone give the book a kind of crackpot sense of real possibility.’ A quarter-century later, p.m. is still planning.
ACCESS TO LAND AND KNOWLEDGE
The coming centrality of ‘the commons’ – based on the principle of the unconditional survival of all human beings on a decent basis – is obvious at this historical moment. At first they appear to be a ‘fallback-option’ for a system that is unable to allocate, use and distribute social assets in a rational way. But sustaining a social metabolism on the basis of obscure ‘laws’ of values, profits and interests was never a good idea and is now revealed as a catastrophic one. (It has never really been just an idea, but an instrument of oligarchic power. That’s the dirty family secret of it.)
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It’s all about potatoes and computers (part 2)
Second part. Read first part here.
These mostly individual activities cannot replace collective action, but they can become a nutritious side dish and keep the ‘movement of discouragement’ (of economic recovery) alive in periods of relative social tranquillity. Collective action is dependent on a logic of events: it is path-dependent, and not all events are possible at any given time, even if theoretically correct and necessary. (Maybe at this point Shakespeare could be more helpful than Marx.) But we can be confident that many opportunities soon will arise for effective collective action. All of this could lead the capitalist machine into such a quagmire that scenario A would look relatively appetising. The following proposals are all based on scenario A. Scenario B – a global showdown – could be forced upon us, though. The winning of which seems very improbable to me. The costs would be immense. It’s the old question: socialism or barbarism?
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Neustart Schweiz in Englisch zusammengefasst

Read the article online (part 1, part 2) or download it here (PDF).
In der neusten Ausgabe von Turbulence ist die Essenz von Neustart Schweiz auf vier Seiten zusammengefasst. Der Artikel kann online gelesen (Teil 1 / Teil 2; in Englisch) hier als PDF heruntergeladen werden.
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Zweites Neustart Schweiz Treffen am 22. November in der Binz, Zürich
Etwa 30 - 40 TeilnehmerInnen haben sich in den besetzten Fabrikhallen in der Binz versammelt um sich über die Vernetzung von städtischen Nachbarschaften mit Bauernbetrieben zu informieren. Nach dem idyllischen Schmidrued bildeten diese Fabrikhallen einen drastisch-urbanen, aber durchaus kreativen Kontrast.
Rudi Berli berichtete über die Jardins de Cocagne in Genf, die 400 Haushalte mit Gemüsejahresabos beliefern. Markus Rüegg zeigte einen Ausschnitt aus dem Film Farmer John, der die explosionsartige Entwicklung der CSA Angelic Organics in der Nähe von Chicago illustrierte. Diese CSA begann mit 26 Familien und beliefert nun 1200. Dann stellte er die Food Coop Winterthur vor, die ab nächstem Frühling funktionieren soll. 3,5 ha sollen schlussendlich 500 Haushalte mit Gemüseabos beliefern. Man kann noch mitmachen. Eine andere Initiative startet in Bern (soliterre) mit 50 Haushalten und 10 Betrieben. Rudi Berli insistiert auf jährlichen Abos, weil nur diese eine Mitbeteiligung der Konsumenten am Risiko der Produzenten garantieren.
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Wir sind wirklich nicht blöd
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| MikroAgro |
Wohnung, Nahrung und Mobilität sind für drei Viertel unserer CO2-Emissionen verantwortlich. Aber sie machen nur 30 Prozent unserer Haushaltausgaben aus. Während Nahrung einen Drittel unserer CO2-Emissionen verursacht, geben wir dafür nur 7 Prozent unseres Haushaltgelds aus. Weil wir zwei Drittel unserer Emissionen mit importierten Gütern im Ausland erzeugen, haben wir es geschafft, unser Land relativ «sauber» zu halten. Global gesehen sind wir aber einer der schlimmsten Klima-Vampire. Dies ist nur möglich, weil wirtschaftliche und ökologische Logiken weit auseinanderklaffen.
Mehr in "Wir sind wirklich nicht blöd" (PDF).
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Aktive Nachbarschaftsentwicklung in Zürich
Text vom 25.9.2009
Nachhaltige Lebensweisen brauchen multifunktionale Nachbarschaften
Mit grosser Mehrheit (76 %) haben die Zürcher Stimmberechtigten der 2000-Watt-Gesellschaft zugestimmt. Es gibt dazu schon eine ganze Palette von Vorschlägen und Projekten. Die meisten betreffen städtische Bauten und Betriebe, wobei technische Massnahmen vorherrschen. Was noch fehlt, ist eine klare Vorstellung der ganzen 2000-Watt-Lebensweise. Der Kerngedanke jeder nachhaltigen Lebensweise besteht ja darin, dass verstreute Funktionen, deren Kombination viel Energie verbraucht, wieder zu lebenswerten Einheiten gebündelt werden. Leben, Arbeiten, Einkaufen, Essen, Unterhaltung, müssen in einem grösseren Grad als heute (aber natürlich nicht vollständig) in sozial spannende Nachbarschaften re-integriert werden. [weiterlesen]
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