Weblog von P.M.
Die Schweiz braucht einen Neustart
Verfasst von P.M. am 20. April 2010 - 22:32![]() |
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Unsere Art des Zusammenlebens und Wirtschaftens ist weltweit und auch in unserem Land in eine Sackgasse geraten. Unsere so genannte Wirtschaft enthüllt sich immer mehr als ein blosses Instrument einer verschwindend kleinen globalen Oligarchie, die ihre Profite um jeden Preis aufrechterhalten will (15 Prozent der Weltbevölkerung besitzen 85 Prozent des Weltvermögens). Zu diesem Zweck werden wir mit gegenseitiger Konkurrenzierung, Arbeitsstress, Anonymisierung und Isolation daran gehindert, einen globalen Haushalt aufzubauen, der allen ein gerechtes und gutes Leben ermöglicht. Nicht nur funktioniert diese oligarchische Wirtschaftsweise nicht, sie zerstört auch die sozialen und ökologischen Grundlagen unseres Planeten.
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Neustart Schweiz Treffen vom 28. März
Verfasst von P.M. am 30. März 2010 - 10:59Aus meinem Notizbuch
Etwa 30 TeilnehmerInnen (wirklich) aller Altersgruppen sind gestern nach Solothurn zu diesem Open Space Treffen gekommen. Besonders gefreut hat es mich, dass einige neue Freundinnen und Freunde sogar aus Deutschland kamen und leckere Quiches und Kuchen mitbrachten – vielleicht wissen sie, dass Reto und ich uns schon die Domain restartearth gesichert haben?
Zuerst setzen wir uns in einen Kreis und lernten alle 30 Vornamen mit den dazu passenden Gesichtern (Open Face) kennen.
Dann wurde in zuerst 5, dann 3, dann zwei Gruppen über Themen wie: Komplementärgeld, globale Familienplanung, Genossenschaften, Mobilität/Stadträume/Deutungshoheit, Bewusstsein, energieautarke Nachbarschaften, diskutiert.
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Kritik auf Schattenblick
Verfasst von P.M. am 27. Januar 2010 - 13:43In der elektronischen Zeitschrift "Schattenblick" ist am 12. Januar eine Rezension zu "Neustart Schweiz" erschienen (hier im Volltext nachzulesen). Darin wird unter anderem kritisiert, dass der menschliche Fokus fehlt und dass das System an und für sich nicht angetastet werden soll.
Es freut mich sehr, dass meine Vorschläge in Neustart Schweiz eine gute Chance zur Realisierung haben - dann wäre nämlich der Kapitalismus sofort weg. Ein globaler Haushalt, wie ich ihn vorschlage, funktioniert zur Hauptsache nur jenseits des Wertgesetzes, wie ich es auch in meinem Artikel in Turbulence 5 nochmals betont habe. Allerdings habe ich in Neustart Schweiz versucht das übliche linke Insider-Vokabular zu vermeiden, um eben an Leute zu gelangen, die wir sonst nicht erreichen.
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It’s all about potatoes and computers (part 1)
Verfasst von P.M. am 10. Dezember 2009 - 23:24In the early eighties, Swiss author p.m. – the most common initials in the Zurich telephone directory – published Bolo’Bolo, ‘a field guide to organising utopias’, in the words of one reviewer. ‘Replete with maps, drawings, a new lexicon and universally recognised symbols, and “a planetary menu for subversion”, the text could be considered a political nerd’s version of one of Tolkien’s fantasies, but its references to real events and reflexive tone give the book a kind of crackpot sense of real possibility.’ A quarter-century later, p.m. is still planning.
ACCESS TO LAND AND KNOWLEDGE
The coming centrality of ‘the commons’ – based on the principle of the unconditional survival of all human beings on a decent basis – is obvious at this historical moment. At first they appear to be a ‘fallback-option’ for a system that is unable to allocate, use and distribute social assets in a rational way. But sustaining a social metabolism on the basis of obscure ‘laws’ of values, profits and interests was never a good idea and is now revealed as a catastrophic one. (It has never really been just an idea, but an instrument of oligarchic power. That’s the dirty family secret of it.)
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It’s all about potatoes and computers (part 2)
Verfasst von P.M. am 10. Dezember 2009 - 23:23Second part. Read first part here.
These mostly individual activities cannot replace collective action, but they can become a nutritious side dish and keep the ‘movement of discouragement’ (of economic recovery) alive in periods of relative social tranquillity. Collective action is dependent on a logic of events: it is path-dependent, and not all events are possible at any given time, even if theoretically correct and necessary. (Maybe at this point Shakespeare could be more helpful than Marx.) But we can be confident that many opportunities soon will arise for effective collective action. All of this could lead the capitalist machine into such a quagmire that scenario A would look relatively appetising.
The following proposals are all based on scenario A. Scenario B – a global showdown – could be forced upon us, though. The winning of which seems very improbable to me. The costs would be immense. It’s the old question: socialism or barbarism?
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Zweites Neustart Schweiz Treffen am 22. November in der Binz, Zürich
Verfasst von P.M. am 23. November 2009 - 21:36Etwa 30 - 40 TeilnehmerInnen haben sich in den besetzten Fabrikhallen in der Binz versammelt um sich über die Vernetzung von städtischen Nachbarschaften mit Bauernbetrieben zu informieren. Nach dem idyllischen Schmidrued bildeten diese Fabrikhallen einen drastisch-urbanen, aber durchaus kreativen Kontrast.
Rudi Berli berichtete über die Jardins de Cocagne in Genf, die 400 Haushalte mit Gemüsejahresabos beliefern. Markus Rüegg zeigte einen Ausschnitt aus dem Film Farmer John, der die explosionsartige Entwicklung der CSA Angelic Organics in der Nähe von Chicago illustrierte. Diese CSA begann mit 26 Familien und beliefert nun 1200. Dann stellte er die Food Coop Winterthur vor, die ab nächstem Frühling funktionieren soll. 3,5 ha sollen schlussendlich 500 Haushalte mit Gemüseabos beliefern. Man kann noch mitmachen. Eine andere Initiative startet in Bern (soliterre) mit 50 Haushalten und 10 Betrieben. Rudi Berli insistiert auf jährlichen Abos, weil nur diese eine Mitbeteiligung der Konsumenten am Risiko der Produzenten garantieren.
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Wir sind wirklich nicht blöd
Verfasst von P.M. am 23. Oktober 2009 - 13:50![]() |
| MikroAgro |
Wohnung, Nahrung und Mobilität sind für drei Viertel unserer CO2-Emissionen verantwortlich. Aber sie machen nur 30 Prozent unserer Haushaltausgaben aus. Während Nahrung einen Drittel unserer CO2-Emissionen verursacht, geben wir dafür nur 7 Prozent unseres Haushaltgelds aus. Weil wir zwei Drittel unserer Emissionen mit importierten Gütern im Ausland erzeugen, haben wir es geschafft, unser Land relativ «sauber» zu halten. Global gesehen sind wir aber einer der schlimmsten Klima-Vampire. Dies ist nur möglich, weil wirtschaftliche und ökologische Logiken weit auseinanderklaffen.
Mehr in "Wir sind wirklich nicht blöd" (PDF).
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Aktive Nachbarschaftsentwicklung in Zürich
Verfasst von P.M. am 25. September 2009 - 0:00Nachhaltige Lebensweisen brauchen multifunktionale Nachbarschaften
Mit grosser Mehrheit (76 %) haben die Zürcher Stimmberechtigten der 2000-Watt-Gesellschaft zugestimmt. Es gibt dazu schon eine ganze Palette von Vorschlägen und Projekten. Die meisten betreffen städtische Bauten und Betriebe, wobei technische Massnahmen vorherrschen. Was noch fehlt, ist eine klare Vorstellung der ganzen 2000-Watt-Lebensweise. Der Kerngedanke jeder nachhaltigen Lebensweise besteht ja darin, dass verstreute Funktionen, deren Kombination viel Energie verbraucht, wieder zu lebenswerten Einheiten gebündelt werden. Leben, Arbeiten, Einkaufen, Essen, Unterhaltung, müssen in einem grösseren Grad als heute (aber natürlich nicht vollständig) in sozial spannende Nachbarschaften re-integriert werden.
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Une drôle de crise
Verfasst von P.M. am 24. März 2009 - 22:58Vision über das Leben in einer Nachbarschaft in der neugestarteten Schweiz. Erschienen im Newsletter 0902.
This is the way the world ends
This is the way the world ends
This is the way the world ends
Not with a bang but a whimper.
T.S. Eliot The Hollow Men, 1925
Wie wir mit Schrecken erfahren, begann die gegenwärtige Krise schon Mitte 2008. (Fast geht’s uns wie dem Reiter über den Bodensee und wir fallen erschrocken vom Ross.) Wir leben also schon fast in Jahr in Krise, aber es gibt immer noch Cervelats in der Migros und die Hörnli haben kaum aufgeschlagen, die Milch ist sogar billiger geworden. Wer weiss, vielleicht ist die Krise schon vorbei, und wir haben auch das wieder nicht gemerkt? Vielleicht ging eine Epoche zu Ende ohne dass Fahnen, -ismen und Hymnen gewechselt wurden.
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Nachhausekommen in der Nachbarschaft Orlando
Verfasst von P.M. am 24. März 2009 - 22:54Vision über das Leben in einer Nachbarschaft in der neugestarteten Schweiz. Erschienen im Newsletter 0902.
Wie ich an diversen Veranstaltungen festgestellt habe, können sich viele Leute das Leben in Nachbarschaften nicht vorstellen oder haben sie allzu asketische Vorstellungen. Doch eine Nachbarschaft ist keine asketische Grosskommune, sondern gleicht eher einem 4-Stern-Hotel. Was individuell ein untragbarer Luxus wäre, ist gemeinsam sogar ökologisch sinnvoll.
Darum stelle ich hier einmal eine solche Nachbarschaft, wie sie schon heute möglich wäre, vor:
Nachhausekommen in der Nachbarschaft Orlando
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