24. Mai 2013: Jahresbericht 2012/13 seit der letzten Generalversammlung am 24. Mai 2012

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Der Verein Neustart Schweiz pulsiert so stark, dass ein zusammenfassender Überblick über alle geführten, erlebten und laufenden Aktionen und Aktivitäten schwierig und auf jeden Fall unvollständig ist. Sicher ist: Die Zeit läuft für Neustart Schweiz auf allen Ebenen, spätestens mit der jüngsten Wahl von Stadtrat Richard Wolff in Zürich unbedingt auch auf politischer Ebene. Unsere grossen Themen wie die Relokalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, die Erwirkung tragender Gemeinschaften, die Gestaltung zuverlässiger, persönlicher, authentischer Beziehungen und Verbindungen in Gesellschaft und Wirtschaft, generell die Nachhaltigkeit in jeder Dimension durchaus auch sehr konkret unter Förderung der Nachbarschaften ist heute in allen Medien und in sehr vieler Leute Munde.

Oft mag es aus den Menschen nicht von selbst hervorbrechen, wenn wir ihnen jedoch von den pragmatischen und praktischen Lösungen erzählen, die wir mit Neustart Schweiz unternehmen, um die Wende zu schaffen, wenn wir von unseren Engagements berichten, die von unzähligen Bewegten mit und um Neustart Schweiz verfolgt werden, wenn wir Angebote für weiterführende Projekte machen, dann - und das können Sie alle berichten - dann öffnen sich die Mäuler und Herzen, dann schlagen uns Neustartenden regelmässig Überraschung, Staunen, Sympathie und Erleichterung entgegen. Sei es über die Geschäftsstelle, sei es über unsere rund 300 Mitglieder in den Städten und Regionen, sei es im Anschluss an ungezählte Referate, Podien, Interviews… Neustart Schweiz wird ganz intensiv aufgesucht, angegangen, eingeladen, vernetzt, gehebelt, zitiert, eingebunden, referenziert - wohlgemerkt von Persönlichkeiten und Gremien jeder Couleur.

In der Schweiz sind mächtige Bewegungen auch dank unserer Beteiligung entstanden. Oft können wir es gar nicht recht fassen, und oft wissen wir uns gar nicht recht zu wehren im Strudel der Wende, die sich allgegenwärtig vollzieht.

Einen Eindruck der Dichte der Anlässe, die um und mit Neustart Schweiz landesweit, durchaus mit Schwergewichten in Zürich, Basel und Bern seit einem Jahr mit zunehmender Intensität über die Bühne gehen, vermittelt die Website von Neustart Schweiz unter der Rubrik Anlässe. Daneben passiert viel, das in gedruckter Form oder in aller Breite noch gar nicht publik gemacht worden ist. Lasst uns einige Highlights zusammentragen:

  • Die Gründung der Bau- und Wohngenossenschaft NeNa1 in Zürich mit bereits 55 Mitgliedern
  • In Gründung ist die ähnliche Wohnbaugenossenschaft LeNa in Basel
  • Die überarbeitete Neuauflage der Publikation «Nachbarschaften entwickeln»
  • Die neue Publikation «Commons» mit einer Fülle wissenschaftlicher Referenzen
  • Start und Betrieb einer Facebook-Seite
  • Trainings for Transition in Basel und Winterthur, sowie für Methoden der Nachbarschaftsentwicklung in Kooperation mit der Schweibenalp
  • Gute Kontakte geknüpft mit der Romandie in Genf, Lausanne und im Jura im Zuge der sichtbaren Affinitäten zu wachstumskritischen Kreisen wie Décroissance und ATTAC.
  • Die Mitwirkung an der mehrtägigen DANACH-Konferenz in Zürich mit einer zum Abschluss beschlossenen, allianzartigen Vernetzung und rund einhundert Engagierten.
  • Mitwirkung am Jungparteientag des Kt. Thurgau
  • Vernetzung mit Ortsgruppen in Deutschland und Österreich unter Teilnahme an den Tagungen und Workshops zur Entwicklung von Städten und Regionen - Görlitz, Halle, Langenberg-Velbert und Dornbirn
  • Empfang von Delegationen dieser Regionen in Zürich zu Nachbarschaftsbesichtigungen
  • Mitwirkung an der Tour de Lorraine mit Nachbarschafts-Facilitator-Workshops
  • Die Wahl von Richi Wolff in die Stadregierung von Zürich als Sympton dafür, dass unsere Anliegen mehrheitsfähig sind
  • Die Partizipations- und Nachbarschaftsentwicklungen mit der FHNW bei mehr als wohnen, in Neuenhof, Melchnau, Windisch, im Kt. Schaffhausen und vielen mehr in den Startlöchern im In- und Ausland. Der Zeitpunkt berichtet darüber.
  • Die damit entstandene «langsame Eingreiftruppe» respektive die entstehende Sozialfirma «Compagnia - der Wandelzirkus» mit heute einem guten Dutzend Berufsleuten jeder Gattung.

Wir haben zunehmend viele Kolleginnen und Kollegen innerhalb und ausserhalb des Vorstands, die ihr ganzes Wesen und Wirken, ihren ganzen Alltag, gar ihr ganzes Leben in den Dienst der Nachbarschaftsentwicklung stellen als konkrete Formgebung der Nachhaltigkeit - ideell, operativ, finanziell.

Ihr könnt euch gut vorstellen, wie einerseits im Vorstand, in den diversen Regional- und Arbeitsgruppen oft und lange getagt, noch viel mehr aber grad auch ausserhalb dieser Gremien mit viel Enthusiasmus gewirkt wurde. Von ganzem Herzen danken wir allen Engagierten und Bewegten für den enormen Einsatz. Obwohl so viel passiert, ist der Neustart noch nicht erfolgt. Ihr versteht, was wir meinen.

24.5.2013, Martin Klöti