Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum

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Es geht um nichts weniger als die Rolle der Kunst in einer Nachbarschaft, in einem kleinen, überschaubaren Raum, neu zu erfinden. In der heutigen Kulturpolitik reden sie alle vom Standortmarketing und von Leuchttürmen. Wenn das einem nicht die Laune verdirbt: Den Ort, an dem wir leben, wollen wir doch nicht vermarkten; dort wollen wir uns selber sein. Und strahlen wollen wir auch lieber selber, als uns ständig von mächtigen Leuchttürmen an-(oder ver-)strahlen zu lassen. Eine Kultur neu schaffen kann der Kunst/den Künstlerinnen und Künstlern allein aber nicht gelingen. Es braucht die aktive Rezeption und Partizipation der Leute. Der Leute vor Ort.

Die Arbeitsgruppe KöR entwickelt Kunst-Formen für den lokalen Gebrauch: Nicht nur für das städtische Quartier, sondern auch für den «ländlichen Raum», für die Dörfer, die keine Dörfer mehr sind: In den ständig wachsenden Agglomerationen breitet sich eine unglaubliche kulturelle Hilflosigkeit aus. In dieser örtlichen Situation eigensinnige Kulturen zu entwickeln, den Lebensraum zu strukturieren: Das beginnt im Kopf und im Herz, greift dann über zu den Händen, Füssen, Stimmbändern und zum ganzen Körper.

So erfanden wir den TISCH als Ausstellungs- und Performance-Format und probierten ihn aus; z.B. am «Markt der Möglichkeiten», Umwelttage Basel. Der TISCH als interaktiver Spieltisch. Auch Musik, Tanz oder Wort könnten auf einem Spiel-Tisch eine Rolle spielen. Oder der TISCH als Museum auf Zeit für Objekte-Sammlungen. Oder er könnte expandieren: ein ganzer Platz wird bespielt. Aber ein Platz, der immer wieder bespielt wird, erhält eine Gesicht…

Wer an solchen künstlerischen Prozessen interessiert ist, in der Region Basel dabei sein will oder anderswo etwas initiieren will, kann uns kontaktieren.